Runaway Bay

Die Küstenstrasse in Richtung Osten führt aus der freundlichen Republik Montego Bay schon bald hinaus in ein ganz anderes Jamaica. Vereinzelt tauchen jetzt am Strassenrand winschiefe und nur notdürftig zusammengehaltene Hütten auf. Sie beherbergen kleine Bars, Souvenirshops oder sind das Zuhause einer ganzen Familie. Der ländliche Eindruck der Gegend verstärkt sich noch auf dem Wege durch Falmouth und Duncan, zwei kleie Orte, in denen der Tourismus kaum eine Rolle spielt. Auf den Strassen spielen sich Szenen Jamaikanischen Alltagslebens ab: Frauen auf dem Weg zum Markt, Kinder, die zur Schule gehen. Zwischen den Orten übernimmt immer wieder die üppig wuchernde Natur das Regiment. Bis dicht an die Strasse heran wachsen Farne, Schlingpflanzen, Bäume und Sträucher, auf engstem Raum miteinander verwoben - eine undurchdringliche grüne Wand.

Über die Herkunft des Namens Runaway Bay gibt es zwei Theorien. Die eine geht davon aus, dass die spanischen Truppen einst an dieser Stelle die Insel verliessen - auf der Flucht vor den Engländern. Die andere Version, von den Jamaikanern bevorzugt, besagt, dass zur Zeit der Aufstände die Sklaven von den grossen Plantagen hierher flüchteten, um in Freiheit zu leben. Welche Erklärung einem auch plausibler erscheinen mag, heute ist Runaway Bay vor allem ein beliebter Zufluchtsort vieler Urlauber. Denn es hat einiges zu bieten. In den vielen Unterkünften findet man einen guten Ausgangspunkt, um auf dem wunderschönen Golfplatz seine Runden zu ziehen oder am menschenleeren Strand einfach in der Sonne zu liegen und das Leben zu geniessen. Die Tage hier sind geprägt von einer angenehm ruhigen Atmosphäre, die jeder sofort verspürt, der einmal den Blick über die im Abendlicht schimmernde Bucht genossen hat.


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